Living Anatomy & Physiology 1

Die Grundlage spezifisch osteopathischen Handelns – Gewebe verstehen, palpieren und gezielt behandeln

Kursinhalte

Osteopathie beginnt nicht mit einer Technik, sondern mit der Fähigkeit, Gewebe differenziert wahrzunehmen.

Der Begriff Living Anatomy & Physiology (LAP) beschreibt einen zentralen Gedanken der Osteopathie: Anatomie und Physiologie werden nicht nur theoretisch gelernt, sondern am lebenden Menschen untersucht, verstanden und mit den Händen wahrgenommen. Erst wenn die unterschiedlichen Eigenschaften der Gewebe erkannt werden, wird eine wirklich spezifische osteopathische Untersuchung und Behandlung möglich.

Genau hier setzt dieser Kurs an.

Das Konzept der Living Anatomy & Physiology verbindet Anatomie, Physiologie und Palpation zu einem lebendigen Verständnis des parietalen Systems. Statt Strukturen ausschließlich aus Lehrbüchern zu kennen, entwickelst du die Fähigkeit, Gewebe funktionell zu beurteilen und deren Eigenschaften gezielt in deine osteopathische Arbeit einzubeziehen.

Living Anatomy & Physiology – Anatomie und Physiologie mit den Händen verstehen

Im Mittelpunkt dieses Kurses steht nicht die Anatomie des Präparates, sondern das lebende Gewebe mit seinen funktionellen Eigenschaften.

Du lernst, Knochen, Gelenke und Muskulatur nicht nur anatomisch einzuordnen, sondern ihre physiologischen Besonderheiten direkt mit den Händen wahrzunehmen. Dadurch entsteht ein tieferes Verständnis dafür, wie gesundes Gewebe funktioniert und welche Veränderungen bei osteopathischen Dysfunktionen palpierbar werden.

Anatomie entwickelt sich so von theoretischem Wissen zu einer unmittelbar erfahrbaren Grundlage osteopathischer Diagnostik.

Gewebe differenziert untersuchen

Jedes Gewebe besitzt eigene funktionelle Eigenschaften und erfordert deshalb eine spezifische Untersuchung.

Du lernst, die einzelnen Gewebeschichten systematisch zu beurteilen und ihre charakteristischen Merkmale – wie Komprimierbarkeit, Dehnfähigkeit, Gleitverhalten, Gewebespannung und funktionelle Aktivität – differenziert wahrzunehmen. Dadurch entwickelst du die Fähigkeit, osteopathische Dysfunktionen präziser zu erkennen und sicher voneinander zu unterscheiden.

Gewebe spezifisch behandeln

Eine präzise Behandlung beginnt mit einer präzisen Wahrnehmung.

Der Kurs vermittelt, wie sich unterschiedliche Gewebe entsprechend ihrer anatomischen und physiologischen Eigenschaften gezielt behandeln lassen. Du entwickelst ein Verständnis dafür, warum Knochen, Gelenke, Muskeln und ihre umgebenden Strukturen unterschiedliche therapeutische Herangehensweisen erfordern und wie daraus eine spezifische osteopathische Behandlung entsteht.

Die Grundlage spezifisch osteopathischen Handelns

Spezifisch osteopathisch handeln bedeutet, Gewebe nicht nur zu kennen, sondern ihre funktionellen Eigenschaften sicher zu erkennen, richtig zu interpretieren und daraus therapeutische Entscheidungen abzuleiten.

Genau diese Fähigkeit bildet den Kern der Living Anatomy & Physiology und schafft die Grundlage für eine differenzierte osteopathische Untersuchung und Behandlung – unabhängig davon, welche Techniken später angewendet werden.

Dein Nutzen für die Praxis

Nach diesem Kurs entwickelst du ein neues Verständnis im Sinne der Living Anatomy & Physiology.

Du kannst die unterschiedlichen Eigenschaften von Knochen, Gelenken und Muskulatur gezielt untersuchen, funktionelle Veränderungen differenzierter beurteilen und deine Behandlung präzise an die jeweiligen Gewebe anpassen.

Dadurch verfeinerst du deine palpatorische Wahrnehmung und legst die Grundlage für ein noch spezifischeres osteopathisches Handeln.

Schwerpunkte des Kurses

  • Grundlagen der Living Anatomy & Physiology
  • Aufbau und Funktion des parietalen Systems
  • Anatomische und physiologische Eigenschaften verschiedener Gewebe
  • Spezifische Untersuchung von Knochen, Gelenken und Muskulatur
  • Palpation unterschiedlicher Gewebeschichten
  • Diagnostische Kriterien osteopathischer Dysfunktionen
  • Gewebespezifische Behandlungsstrategien
  • Integration in die osteopathische Praxis

„Spezifisch osteopathisch handeln beginnt dort, wo Anatomie nicht nur verstanden, sondern mit den Händen erkannt wird.“


 

Voraussetzungen

  • Erfahrung in der Anwendung von parietalen Behandlungstechniken

Kursinfos

Fortbildungspunkte: 27

1. Kurstag: 9.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr
2. Kurstag: 9.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr
3. Kurstag: 9.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr

Schulungstermine für diesen Kurs

Nach Datum geordnet: