Kursinhalte
Die ventrale Halswirbelsäule gehört zu den funktionell anspruchsvollsten Regionen des Körpers. Hier treffen neuromuskuläre Steuerung, fasziale Spannungsmuster, vaskuläre und neurale Strukturen sowie die Bewegungsdynamik der Halswirbelsäule aufeinander. Dysfunktionen in diesem sensiblen Bereich können deshalb weitreichende Auswirkungen haben und sich in unterschiedlichsten Beschwerdebildern äußern – häufig auch außerhalb ihrer eigentlichen Ursprungsregion.
Der erste Kurs „Behandlung ventral der Halswirbelsäule“ vermittelt die Grundlagen der Untersuchung sowie der passiven Behandlung dieser therapeutisch bedeutenden Region.
Mit diesem Aufbaukurs wird das bisherige Behandlungskonzept gezielt erweitert. Im Mittelpunkt steht die aktiv assistive Behandlung im Sitz – eine Arbeitsweise, bei der therapeutische Führung und die aktive Mitarbeit des Patienten miteinander kombiniert werden. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, Bewegungsmuster gezielt zu beeinflussen, die motorische Kontrolle zu verbessern und Behandlungsergebnisse nachhaltig zu stabilisieren.
Aktiv assistive Behandlung als therapeutische Erweiterung
Die Behandlung im Sitz stellt keine Alternative zur passiven Behandlung dar, sondern ergänzt diese auf sinnvolle Weise.
Während passive Techniken Restriktionen lösen und Gewebespannungen regulieren, unterstützt die aktive Mitarbeit des Patienten dabei, neue Bewegungsstrategien unmittelbar in das neuromuskuläre System zu integrieren. Dadurch werden funktionelle Veränderungen nicht nur erreicht, sondern auch nachhaltig gefestigt.
Gerade diese Kombination aus manueller Behandlung und aktiver Regulation macht den therapeutischen Mehrwert dieses Kurses aus und eröffnet neue Möglichkeiten bei der Behandlung komplexer Beschwerdebilder.
Zusammenhänge erkennen – den Körper als Einheit verstehen
Die ventrale Halswirbelsäule beeinflusst zahlreiche Regionen des Körpers.
Neben lokalen Beschwerden bestehen häufig enge Wechselwirkungen mit dem Schultergürtel, den oberen Extremitäten, dem Kiefergelenk, dem Thorax sowie viszeralen Spannungsmustern.
Im Kurs lernst du, diese Zusammenhänge sicher zu erkennen und therapeutisch zu nutzen. Dadurch entwickelst du ein erweitertes Verständnis für die funktionellen Beziehungen des Körpers und lernst, Beschwerden nicht isoliert, sondern im Gesamtzusammenhang zu beurteilen.
Neue Möglichkeiten bei komplexen Beschwerdebildern
Dieses Behandlungskonzept eröffnet insbesondere bei komplexen oder chronischen Beschwerden neue therapeutische Möglichkeiten.
Dazu zählen unter anderem Kopfschmerzen und Migräne, degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule, radikuläre Beschwerden, Tennisellenbogen, persistierende Schulter- und Schulterblattschmerzen, craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) sowie funktionelle Spannungsmuster des Thorax und der Viszera.
Durch die Kombination passiver und aktiv assistiver Behandlungstechniken lassen sich auch lang bestehende Beschwerden häufig differenzierter beurteilen und gezielter behandeln.
Praxisnah und direkt umsetzbar
Wie alle unsere Fortbildungen legt auch dieser Kurs besonderen Wert auf die unmittelbare Übertragbarkeit in den therapeutischen Alltag.
Alle Untersuchungs- und Behandlungstechniken werden intensiv praktisch geübt und können direkt in bestehende Behandlungskonzepte integriert werden.
Der Schwerpunkt liegt auf einer sicheren, strukturierten und wirtschaftlich sinnvollen Anwendung im Praxisalltag.
Dein Nutzen für die Praxis
Nach diesem Kurs verfügst du über ein erweitertes Behandlungskonzept für die ventrale Halswirbelsäule. Du lernst, passive und aktiv assistive Techniken sinnvoll miteinander zu verbinden, Bewegungsmuster gezielt zu beeinflussen und komplexe Beschwerdebilder differenzierter zu beurteilen.
Dadurch erweiterst du deine therapeutischen Möglichkeiten und gewinnst zusätzliche Sicherheit im Umgang mit einer der therapeutisch anspruchsvollsten Regionen des Körpers.
Schwerpunkte des Kurses
- Aktiv assistive Behandlung der ventralen Halswirbelsäule im Sitz
- Verbindung passiver und aktiver Behandlungstechniken
- Verbesserung der neuromuskulären Kontrolle und Bewegungskoordination
- Funktionelle Zusammenhänge zwischen HWS, Schultergürtel, Kiefer und Thorax
- Integration in bestehende osteopathische und manualtherapeutische Behandlungskonzepte
- Praxisnahe Strategien für komplexe und chronische Beschwerdebilder
- Direkte Umsetzung im therapeutischen Alltag
Voraussetzungen
Der Kurs baut thematisch auf dem ersten Teil „Behandlung ventral der Halswirbelsäule“ auf, kann jedoch unabhängig davon besucht werden.
„Nachhaltige Veränderung entsteht dort, wo Bewegung nicht nur gelöst, sondern neu organisiert wird.“
Voraussetzungen
- Der Kurs baut thematisch auf dem ersten Teil „Behandlung ventral der Halswirbelsäule“ auf, kann jedoch unabhängig davon besucht werden.
Kursinfos
Fortbildungspunkte: 17
1. Kurstag: 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr
2. Kurstag: 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Schulungstermine für diesen Kurs
Stimmen unserer Kursteilnehmer
Dieser Kurs hat mein Wissen und meine Fähigkeiten wirklich erweitert. Ich fand es besonders hilfreich, dass wir nicht nur Theorie gelernt haben, sondern auch viel praktisch gearbeitet haben. Der Dozent war sehr klar und hat sein Wissen gut und anschaulich vermittelt.