Kursinhalte
Das kleine Becken bildet eine zentrale funktionelle Schnittstelle zwischen Organen, Bewegungsapparat, Nervensystem und Faszien. Die hier gelegenen Strukturen übernehmen wichtige Aufgaben für Ausscheidung, Fortpflanzung, hormonelle Regulation und die Stabilität des gesamten Körpers.
Gleichzeitig gehören die Beckenorgane zu den am stärksten vernetzten Strukturen des Organismus. Über Faszien, Bänder, Gefäße und Nerven stehen sie in enger Verbindung mit Beckenboden, Lendenwirbelsäule, Iliosakralgelenken, Hüftgelenken sowie dem vegetativen Nervensystem. Einschränkungen ihrer Beweglichkeit können daher weitreichende Auswirkungen auf Statik, Bewegung und Organfunktion haben.
In diesem Kurs beschäftigst du dich intensiv mit den Organen des Urogenitaltrakts und ihren funktionellen Zusammenhängen. Du lernst, Bewegungseinschränkungen, Spannungsmuster und Adhäsionen sicher zu erkennen und gezielt mit viszeralen Techniken zu behandeln.
Das kleine Becken als funktionelles Zentrum
Die Organe des kleinen Beckens arbeiten niemals isoliert.
Harnblase, Uterus, Prostata, Rektum und die Harnleiter stehen in ständiger Wechselwirkung mit den umgebenden Strukturen. Veränderungen innerhalb eines Systems können sich auf zahlreiche andere Bereiche des Körpers auswirken und sowohl lokale als auch entfernte Beschwerden verursachen.
Im Kurs entwickelst du ein fundiertes Verständnis für diese Zusammenhänge und lernst, die funktionelle Bedeutung der Beckenorgane innerhalb des osteopathischen Gesamtkonzeptes zu erkennen.
Anatomie und Aufhängungen verstehen
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf den anatomischen Beziehungen und Aufhängungssystemen der Beckenorgane.
Du beschäftigst dich mit den ligamentären, faszialen und bindegewebigen Verbindungen, die für Stabilität und Beweglichkeit gleichermaßen verantwortlich sind. Dieses Verständnis bildet die Grundlage für eine präzise Untersuchung und effektive Behandlung.
Harnleiter und Harnblase
Die Harnwege besitzen enge Beziehungen zu Nieren, Becken, Faszien und vegetativem Nervensystem.
Du lernst die anatomischen Verläufe, funktionellen Zusammenhänge und osteopathischen Behandlungsmöglichkeiten von Harnleitern und Harnblase kennen. Besonderes Augenmerk liegt auf Bewegungseinschränkungen und deren möglichen Auswirkungen auf umliegende Strukturen.
Uterus und weibliches Becken
Der Uterus nimmt innerhalb der viszeralen Osteopathie eine besondere Stellung ein.
Durch seine vielfältigen Verbindungen zu Beckenboden, Bändern, Faszien und Nachbarorganen kann er sowohl lokale als auch systemische Spannungsmuster beeinflussen. Du lernst die funktionellen Beziehungen des weiblichen Beckens zu verstehen und gezielte osteopathische Behandlungstechniken anzuwenden.
Prostata und männliches Becken
Auch die Prostata steht in enger Verbindung mit den faszialen und nervalen Strukturen des kleinen Beckens.
Im Kurs werden ihre anatomischen Beziehungen, funktionellen Zusammenhänge und ihre Bedeutung innerhalb osteopathischer Behandlungskonzepte betrachtet. Dabei steht das Verständnis für das gesamte funktionelle Netzwerk des männlichen Beckens im Vordergrund.
Das Rektum und seine Verbindungen
Das Rektum besitzt zahlreiche Beziehungen zu Beckenboden, Kreuzbein, Faszien und vegetativem Nervensystem.
Einschränkungen innerhalb dieser Strukturen können Auswirkungen auf die Beweglichkeit des Beckens sowie auf funktionelle Prozesse innerhalb des Urogenitaltrakts haben. Du lernst, diese Zusammenhänge zu erkennen und osteopathisch zu berücksichtigen.
Nervale und vegetative Zusammenhänge
Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses liegt auf der nervalen Versorgung des Beckens.
Die Organe des Urogenitaltrakts werden wesentlich durch das vegetative Nervensystem beeinflusst. Du entwickelst ein vertieftes Verständnis für die Bedeutung nervaler Regulation und lernst, diese Zusammenhänge in Untersuchung und Behandlung einzubeziehen.
Manuelle Untersuchung und Behandlung
Die viszerale Arbeit im kleinen Becken erfordert Präzision, anatomisches Verständnis und eine differenzierte Palpation.
Im Kurs lernst du, die Organe des Urogenitaltrakts systematisch zu untersuchen, Bewegungseinschränkungen sicher zu erkennen und gezielte Techniken zur Verbesserung von Mobilität und Funktion anzuwenden.
Dabei stehen stets die funktionellen Beziehungen zum gesamten Organismus im Mittelpunkt.
Integration in das osteopathische Gesamtkonzept
Dysfunktionen der Beckenorgane können Einfluss auf Haltung, Bewegung, Beckenstatik, Wirbelsäule und zahlreiche weitere Körpersysteme nehmen.
Deshalb lernst du im Kurs, viszerale Befunde des Urogenitaltrakts mit parietalen, neuralen und cranialen Zusammenhängen zu verknüpfen und in ein ganzheitliches Behandlungskonzept zu integrieren.
Ein wichtiger Baustein der Viszeralen Manipulation
Die Untersuchung und Behandlung der Beckenorgane erweitert den Blick auf komplexe Beschwerdebilder und eröffnet neue therapeutische Möglichkeiten innerhalb der osteopathischen Praxis.
Der Kurs vermittelt die notwendigen anatomischen, funktionellen und palpatorischen Grundlagen, um die Organe des kleinen Beckens sicher in die osteopathische Arbeit einzubeziehen.
Dein Nutzen für die Praxis
Nach diesem Kurs verfügst du über ein fundiertes Verständnis der Anatomie, Funktion und Beweglichkeit der Organe des Urogenitaltrakts. Du lernst, Zusammenhänge zwischen Beckenorganen, Bewegungsapparat und Nervensystem besser zu erkennen und gezielte viszerale Techniken sicher anzuwenden.
Die vermittelten Inhalte erweitern dein diagnostisches und therapeutisches Spektrum und lassen sich unmittelbar in die tägliche osteopathische Praxis integrieren.
Schwerpunkte des Kurses
- Anatomie und Funktion des Urogenitaltrakts
- Harnleiter und Harnblase
- Uterus und weibliches Becken
- Prostata und männliches Becken
- Untersuchung und Behandlung des Rektums
- Fasziale und ligamentäre Aufhängungssysteme
- Nervale und vegetative Zusammenhänge
- Listening und viszerale Palpation
- Lösung von Bewegungseinschränkungen und Adhäsionen
- Integration in das osteopathische Gesamtkonzept
„Die Organe des kleinen Beckens verbinden Stabilität und Bewegung –
ihr Verständnis eröffnet oft neue Perspektiven auf komplexe Beschwerdebilder.“
Kursdaten im Überblick
Datum:
03.12.2026 - 05.12.2026
Veranstalter:
Osteopathie Institut Deutschland
Kursgebühr:
635.00€ (FB)
Freie Kursplätze
Dozent:
Kim-Carolin Hahne
Kursort:
Osteopathie Institut Deutschland
Anschrift:
Konrad-Adenauer-Straße 6
23558 Lübeck
Zeitplan
1. Kurstag: 9.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr
2. Kurstag: 9.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr
3. Kurstag: 9.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr
Hotelliste
IntercityHotel Lübeck
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23558 Lübeck
Telefon: 0451 40906 – 0
www.hrewards.com/de/intercityhotel-luebeck
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Am Bahnhof 17-19
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B&B HOTEL Lübeck
Konrad-Adenauer-Straße 7
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Radisson Blu Senator Hotel
Willy-Brandt-Allee 6
23554 Lübeck
Telefon: 0451 1420
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info.luebeck@radissonblu.com
Altstadtgästehaus Grote
Depenau 29, Lübeck
Telefon: 0176-23389364
www.depenau29.de
altstadthaus@depenau29.de
(Privat)
Appartment Domblick
Dankwartsgrube 34, Lübeck
Telefon: 0451-705456
www.fewo-dwg34.de
info@fewo-dwg34.de
(Privat) 40qm Appartment (Nichtraucher) mit kombiniertem Schlaf-/Wohnzimmer, Duschbad mit WC und Küche.
Ganghäuser: Gelbes + Blaues Haus
Martina Buchholz + Helga Michels
Engelsgrube 77, Lübeck
Telefon: 0151-70142808
www.ganghaus.de
(Privat)