Kursinhalte
Kiefergelenkbeschwerden, Bruxismus, Kopf-, Gesichts- und Nackenschmerzen gehören zu den Beschwerdebildern, bei denen häufig mehrere Strukturen und Funktionsbereiche beteiligt sind. Für die Behandlung stellt sich deshalb eine zentrale Frage: Welche Befunde sind für die Beschwerden des jeweiligen Patienten relevant?
Genau hier setzt dieser zweitägige Spezialkurs an.
Im Mittelpunkt steht die praktische Untersuchung und Behandlung von Patienten mit craniomandibulären Dysfunktionen (CMD). Sie lernen einen strukturierten Untersuchungsablauf kennen, beurteilen die relevanten Strukturen und Funktionen und entwickeln daraus eine gezielte osteopathische Behandlung.
Untersuchen – entscheiden – behandeln
Sie untersuchen das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur und funktionell relevante angrenzende Strukturen. Dabei beziehen Sie mögliche Zusammenhänge zu Schädel, Halswirbelsäule und Nervensystem gezielt in die Befundung ein.
Die erhobenen Befunde werden anschließend gewichtet und therapeutische Prioritäten festgelegt. Welche Struktur sollte zuerst behandelt werden? Welche Technik ist für den vorliegenden Befund geeignet? Und welche Veränderung lässt sich anschließend feststellen?
Behandlungstechniken werden deshalb nicht als isolierte Griffe vermittelt, sondern unmittelbar mit dem jeweiligen Befund verknüpft:
Befund → Interpretation → Behandlung → Retest
Der Retest zeigt, ob sich Funktion und Befund verändert haben und ob die gewählte Behandlungsstrategie angepasst werden muss.
Theoretische Inhalte werden gezielt dort vermittelt, wo sie für Untersuchung, Befundinterpretation und therapeutische Entscheidungen notwendig sind. Auch die Grenzen der osteopathischen Behandlung und relevante Schnittstellen zur Zahnmedizin werden praxisbezogen berücksichtigt.
Schwerpunkte
- Strukturierte Untersuchung des Kiefergelenks
- Funktionelle Befundung bei CMD
- Palpation und Beurteilung relevanter Strukturen
- Untersuchung und Behandlung der Kaumuskulatur
- Osteopathische Techniken am Kiefergelenk und angrenzenden Strukturen
- Einbeziehung von Schädel und Halswirbelsäule
- Neurologisch relevante Zusammenhänge des Kausystems
- Clinical Reasoning und Gewichtung der Befunde
- Festlegen therapeutischer Prioritäten
- Auswahl geeigneter Behandlungstechniken
- Retest und Erfolgskontrolle
- Interdisziplinäre Schnittstellen zur Zahnmedizin
Ihr Ergebnis nach zwei Kurstagen
Sie verfügen über einen klaren und reproduzierbaren Untersuchungs- und Behandlungsablauf für Patienten mit CMD und Kiefergelenkbeschwerden, den Sie unmittelbar in Ihren Praxisalltag integrieren können.
Kursinfos
Fortbildungspunkte: