Kursinhalte
Mit zunehmender Erfahrung in der CranioSacralen Therapie wird deutlich, wie eng die verschiedenen Strukturen des Schädels miteinander verbunden sind und welchen Einfluss sie auf die Funktion des gesamten Organismus haben können. Besonders die Schädelbasis und der Gesichtsschädel spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie bilden wichtige Verbindungsstellen zwischen Nervensystem, Fasziensystem, Kausystem und den Anpassungsmechanismen des Körpers.
In diesem Aufbaukurs vertiefst du dein Verständnis der CranioSacralen Therapie und erweiterst deine Fähigkeiten in Untersuchung und Behandlung cranialer Dysfunktionen. Aufbauend auf den Grundlagen aus CST 1 lernst du, funktionelle Zusammenhänge noch präziser zu erkennen, Befunde differenzierter zu interpretieren und deine therapeutischen Möglichkeiten gezielt zu erweitern.
Innerhalb unserer Osteopathieausbildung stellt CST 2 einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer vertieften cranialen Wahrnehmung dar. Du entwickelst ein besseres Verständnis für die Bedeutung der Schädelbasis, des Gesichtsschädels und ihrer Verbindungen zum gesamten Körper und lernst, diese Erkenntnisse in deine osteopathische Arbeit zu integrieren.
Die Schädelbasis als Schlüsselregion der cranialen Osteopathie
Die Schädelbasis besitzt innerhalb der cranialen Osteopathie eine besondere Bedeutung. Zahlreiche knöcherne, membranöse, neurologische und fasziale Strukturen treffen hier aufeinander und bilden die Grundlage für vielfältige funktionelle Zusammenhänge.
Aufbauend auf den Arbeiten von William Garner Sutherland beschäftigst du dich intensiv mit den Bewegungs- und Funktionsbeziehungen der cranialen Basis. Du lernst, Dysfunktionen sicher zu erkennen und ihre möglichen Auswirkungen auf den Organismus einzuschätzen. Dabei steht nicht nur das Erlernen einzelner Techniken im Vordergrund, sondern vor allem das Verständnis dafür, wie sich Einschränkungen in diesem Bereich auf andere Regionen des Körpers auswirken können.
Durch praktische Übungen entwickelst du deine Fähigkeit weiter, subtile Bewegungsveränderungen wahrzunehmen und Befunde präzise zu interpretieren.
Das craniosacrale System differenziert beurteilen
Ein zentrales Lernziel des Kurses ist die differenzierte Beurteilung des gesamten craniosacralen Systems. Die Untersuchung der Schädelbasis liefert dabei entscheidende Informationen darüber, wo die primäre Irritation des Systems liegt.
Du lernst zu erkennen, ob Dysfunktionen ihren Ursprung im Körper beziehungsweise in der spinalen Dura haben oder ob die craniale Dura selbst das Gesamtsystem beeinflusst und dadurch Beschwerden aufrechterhält oder verursacht.
Diese Differenzierung bildet die Grundlage für eine präzise Befundung und eine ursachenorientierte craniosacrale Behandlung.
Gesichtsschädel, Gaumen und Kausystem osteopathisch verstehen
Ein weiterer Schwerpunkt des Kurses liegt auf dem Gesichtsschädel und seinen funktionellen Zusammenhängen. Die Strukturen des Gesichtsschädels werden in der Praxis häufig auf lokale Beschwerden reduziert. Aus osteopathischer Sicht stehen sie jedoch in enger Verbindung zu Haltung, Spannungssystemen, Atmung, Schlucken und zahlreichen Regulationsprozessen des Körpers.
Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dem harten Gaumen und dem Kausystem. Du lernst deren funktionelle Anatomie und Physiologie kennen und erfährst, welche Bedeutung sie für die Spannungsverteilung innerhalb des gesamten Organismus besitzen können.
Diese Betrachtungsweise erweitert den Blick auf den Patienten und unterstützt ein tieferes Verständnis für komplexe funktionelle Zusammenhänge.
Fasziale Verbindungen und ganzkörperliche Zusammenhänge
Die CranioSacrale Therapie betrachtet den Körper nicht als Ansammlung einzelner Strukturen, sondern als miteinander verbundenes funktionelles System. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit den faszialen Verbindungen zwischen Schädel, Gesicht, Hals, Rumpf und Extremitäten.
Du vertiefst dein Verständnis von Faszienzug und Fasziengleiten und lernst, wie Spannungsmuster über größere Bereiche des Körpers weitergegeben werden können. Diese Zusammenhänge helfen dir dabei, Befunde besser einzuordnen und osteopathische Dysfunktionen nicht isoliert, sondern im Kontext des gesamten Organismus zu betrachten.
Viele Teilnehmer erleben gerade in diesem Bereich einen wichtigen Entwicklungsschritt innerhalb ihrer Ausbildung, da sich ihr Verständnis für funktionelle Ketten und körperweite Zusammenhänge deutlich erweitert.
Erweiterte Untersuchung und Integration in das 10-Schritte-Programm
Mit zunehmender Erfahrung wächst die Bedeutung einer strukturierten und präzisen Befundung. Deshalb lernst du weitere Untersuchungstechniken kennen, die deine diagnostischen Fähigkeiten ergänzen und vertiefen.
Die neuen Inhalte werden systematisch in das 10-Schritte-Programm nach John E. Upledger integriert. Dadurch erhältst du einen klaren Rahmen, um die neu erlernten Techniken sinnvoll in deine bestehende Behandlungsstrategie einzubinden. So entstehen Behandlungen, die sowohl strukturiert als auch individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt werden können.
Ein weiterer Schritt in deiner osteopathischen Entwicklung
CST 2 erweitert nicht nur dein technisches Repertoire, sondern fördert vor allem dein Verständnis für die komplexen Zusammenhänge innerhalb des menschlichen Körpers. Die intensive Beschäftigung mit Schädelbasis, Gesichtsschädel und faszialen Verbindungen schärft deinen Blick für funktionelle Muster und unterstützt eine differenzierte osteopathische Befundung.
Viele Teilnehmer erleben diesen Kurs als einen wichtigen Schritt hin zu einer präziseren und ganzheitlicheren Betrachtung ihrer Patienten. Die Fähigkeit, lokale Befunde mit übergeordneten funktionellen Zusammenhängen zu verknüpfen, gehört zu den wesentlichen Kompetenzen osteopathischer Arbeit und wird in diesem Kurs gezielt weiterentwickelt.
Dein Nutzen für die Praxis
Nach diesem Kurs verfügst du über ein erweitertes Verständnis der cranialen Osteopathie und kannst Dysfunktionen der Schädelbasis und des Gesichtsschädels differenzierter untersuchen und behandeln. Du vertiefst deine palpatorischen Fähigkeiten, lernst neue Untersuchungstechniken kennen und entwickelst ein besseres Verständnis für fasziale und funktionelle Zusammenhänge innerhalb des gesamten Körpers.
Die vermittelten Konzepte und Techniken lassen sich unmittelbar in die osteopathische Praxis integrieren und unterstützen dich dabei, Befunde präziser einzuordnen und Behandlungen noch gezielter zu gestalten.
Schwerpunkte des Kurses
- Funktionsstörungen der Schädelbasis erkennen und behandeln nach Sutherland
- Vertiefung der cranialen Osteopathie und ihrer funktionellen Zusammenhänge
- Integration der Techniken in das 10-Schritte-Programm nach Upledger
- Funktionelle Anatomie und Physiologie des Gesichtsschädels
- Osteopathische Betrachtung von hartem Gaumen und Kausystem
- Faszienzug und Fasziengleiten verstehen und therapeutisch nutzen
- Erweiterte Untersuchungstechniken für die osteopathische Praxis
- Training der ganzkörperlichen Befundung
- Integration cranialer Befunde in die Gesamtbehandlung
„Je feiner dein Kontakt, desto klarer zeigt dir der Körper seinen Weg.“
Kursdaten im Überblick
Datum:
30.11.2026 - 02.12.2026
Veranstalter:
Osteopathie Institut Deutschland
Kursgebühr:
665.00€ (FB)
Freie Kursplätze
Voraussetzungen
Zeitplan
Kurszeiten: 9.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr
am letzten Kurstag: 9.00 Uhr bis ca. 14 Uhr
Hotelliste
Hotel Garni Probst
Luitpoldstr. 9
90402 Nürnberg
Telefon: 0911-203433
www.hotel-garni-probst.de
Hotel Petzengarten
Wilhelm-Spaeth-Strasse 47
90461 Nürnberg
Telefon: 0911- 94 95 60
www.petzengarten.de/hotel/
Liegt in etwa 3 Minuten vom Kursort entfernt
Hotel St. Peter
Harsdörfferstr. 30
90478 Nürnberg
Telefon: 0911-466075
www.hotel-st-peter.de
Ibis Nürnberg City
Königstorgraben9, Nürnberg
Telefon: 0911-24090
www.accorhotels.com
Hotel Advantage
Dallingerstr. 5
90459 Nürnberg
Telefon: 0911-94 55 0
http://www.hotel-advantage.de/